Am Sonntag, 29.04.2001 wurde das stillgelegte Greika-Werk VI/1 in der August-bebel-Straße gesprengt. Große Teile der Gebäude wurden bereits im Vorfeld abgerissen. Dem Aufruf zum Foto- und Videowettbewerb der Stadt Greiz folgend, entstand das mit dem 1. Preis gekrönte Bild- und Videomaterial. Fotos: decko Video: Andreas Kühn, Dieter Eckold, Rolf Bader
Vorbereitung und Sprengung
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Letzter Blick Sekunden vor der Sprengung auf das Hochgebäude des Greika Veredlungswerkes, unsere Video-Kameras liefen bereits, während viele Hobbyfilmer noch auf das Signal zur Sprengung warteten, dann plötzlich ein ohrenbetäubender Knall und das Gebäude fiel in sich zusammen. Zahlreiche Schaulustige mussten eilig das Weite vor einer riesigen Staubwolke suchen. Das Ereignis wurde für viele zur Sensation, für viele Greizer das Ende ihrer beruflichen Zeit, die von heute auf morgen ihren Arbeitsplatz für immer verloren hatten. Nur die Erinnerung blieb an das markante Gebäude mit dem Sirenen- und Flaggenturm. Unter allen Werkssirenen der Greizer Betriebe war sie die lauteste und heulte mit einem gleichmäßigen Ton zum Feierabend/Schichtwechsel.
Die Schleber Legende
Vor nunmehr acht Jahren wurde am 29.04.2001 das Textilveredlungswerk in der Greizer August-Bebel-Straße gesprengt. Seit der Gründung der Georg Schleber AG 1881 wurden die gewebten Greizer Stoffe hier veredelt, gefärbt und bedruckt. Am 14.01.1946 wurde nach dem verlorenen 2. Weltkrieg der Betrieb enteignet und ging ab dem 15.01.1946 bis zum 31.12.1946 in die Verwaltung der damaligen Treuhandverwaltung über. Am 01.01.1947 bis zum 30.06.1948 wurde der Betrieb unter LEB Textilveredlungswerk geführt und wurde am 01.07.1948 bis zum 31.12.1952 in VEB Textilveredlungswerk umbenannt. Ab dem 01.01.1953 bis zum 31.03.1970 eigenständig unter VEB Textilveredlungswerke Werk I. Danach unter PA1 (Produktionsabschnitt) vom 01.04.1970 bis zum 14.05.1990. Ab dem 15.05.1990 bis zum 30.06.1992 gehörte der Betriebsteil dem VEB Greika an und wurde unter Werk VI/1 geführt. Die bittere Wende kam ab dem 01.07.1992 als Greika GmbH und der Zugehörigkeit zu dem indischen Unternehmen Orkey Group of Industries. Nach der Stillegung verfielen die Gebäude zur Industrie brache und wurden am 29.04.2001 gesprengt. Keine leichte Aufgabe für Sprengmeister Reinhard Weiß, denn unterirdisch verläuft auf dem Areal die Gräßlitz und gegenüber entstand das Kaufland. Größere Schäden mussten bereits im Vorfeld durch die Sprengung des Hauptgebäudes ausgeschlossen werden. Zudem verläuft unmittelbar an der Industriebrache die Bundestraße, für die es nur eine kurzzeitige Sperrung gab und die in kürzester Zeit beräumt werden musste.
Eine kleine Auswahl an Bildern, die noch analog angelegt wurden, dokumentieren das Ereignis vom 29.04.2001.
Die Anzeigen stammen aus dem Jahr 1926 und wurden aus der Sammlung von egimi zur Verfügung gestellt.
Von hier bis . . .
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. . . hierher, neu eingefügt.
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Erfurt - Fischmarkt um 1970
Erfurt - Internationale Gartenbauausstellung (IGA) um 1970
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Kuhherde stürmte Tankstelle
Eine Kuhherde war von einer Kurtschauer Koppel ausgebüxt und lief spontan zur neuen Minol Tankstelle in der Zeulenrodaer Straße. Mit Mühe konnten die Kühe in ein angrenzendes Wiesengrundstück getrieben werden. Der ehemalige Tankwart Eberhard Mittenzwei hielt das Ereignis im Bilde fest.