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Mittwoch, 8. September 2010
Eintrittskarten für "Vogtlandhalle" ab sofort erhältlich

Mittwoch, 8. September 2010

Am heutigen Vormittag nahm der Bürgermeister das neue Kassensystem für die "Vogtlandhalle" in Betrieb. Rund 15.000 € wurden in Hard- u. Software investiert.Vorerst noch im Foyer des Theaters können ab sofort die Karten für das neue Haus erworben werden. Nach und nach füllt sich der Veranstaltungsplan.

Nachdem am 18. März 2011 die Eröffnungsveranstaltung um 18.00 Uhr über die Bühne geht, werden am Samstag, 19.März, die ersten 800 Besucher die Eröffnungsgala erleben dürfen. die ersten Karten hierfür sind schon über den Tresen gegangen. Nr. 1 hat Frau Schäfer erworben.

Wo die besten Sitzplätze sind muss noch erkundet werden. Ab Reihe 5 sind die Sitzreihen ansteigend und vom Rang soll es auch einen herrlichen Blick auf die Bühne geben. Klangtechnisch ist das Haus auf höchstem Niveau und so wird lediglich die Sitzposition und der damit verbundene Blickwinkel der entscheidende Faktor sein.

Zahlreiche Veranstaltungen sind schon gebucht und täglich füllt sich der Veranstaltungsplan. Mal öfters reinschauen lohnt sich also bestimmt.

Michael Hendel

Samstag, 14. August 2010
23,5 Karat

In der bel Ètage des Oberen Schlosses haben die Putzkolonnen die Räume verlassen und der zukünftige Nutzer, die Museen der Schloss- und Residenzstadt Greiz mit ihrem Leiter Rainer Koch, haben das Regime übernommen.

Doch bevor sich die Türen bis zur feierlichen Eröffnung schlossen gab es noch einiges zu bestaunen.

Im Grünen Salon ist der Ofen fertiggestellt und die Steinmetzfirma Kahnt aus der Greizer Leonhardtstraße ist mit der Vergoldung der Friese und Ornamente befasst. Herr Kahnt trägt die Vergoldermilch mit einem feinhaarigen Pinsel auf. Das gewählte Produkt gestattet bei einer Trockenzeit von bis zu 30 Stunden eine Weiterführung der Arbeit am nächsten Tag.

Samstag, 14. August 2010

Aufgelegt wird dann ein extra starkes und 23,5 Karat reines Rosenobel-Doppelgold. Aus je 250 Seidenpapierplättchen mit der im warmen, leicht rötlich schimmernden Goldfolie im Format 80 x 80 Millimeter besteht ein Büchchen.

Samstag, 14. August 2010

Samstag, 14. August 2010

Samstag, 14. August 2010

Der Vergolder entnimmt eines dieser Blättchen und legt es mit der Folienseite auf das Objekt. Transfergold ist vor allem bei Vergoldungen im Freien sehr nützlich, eignet sich aber dank seiner guten Handhabbarkeit auch für schwierige Aufgaben im Innenbereich. Transfergold, auch Sturmgold genannt, ist von Vorteil, da man das Gold durch das Seidenpapier auf dem schwach klebenden Lack gut anpressen kann.

Samstag, 14. August 2010

Zieht man das Papier ab, so haftet das Gold auf der geölten Unterlage. Überlappungen haften nicht und stehen etwas schuppig ab. Mit geübter Hand werden diese Stellen überarbeitet und mit dem Pinsel entfernt. Das Ergebnis kann sich sehen lassen, eine makellose Vergoldung ziert das Objekt.

Michael Hendel

Montag, 9. August 2010
Region kommt mit nassen Füßen davon

Während sich an der Neiße dramatische Szenen abspielen, Bürger ihr Hab und Gut in den Wassermassen verlieren und sogar Menschenleben zu beklagen sind, hat unsere Region wiederholt Glück gehabt. Die Pegelstände von Elster und Göltzsch sind seit dem Wochenende rückläufig und Starkregen ist nicht mehr in Sicht. Das Foto zeigt die recht gut gefüllte Elster von der Einmündung des Aubaches aus.

Michael Hendel

Sonntag, 8. August 2010
Jugendliche schaffen in der Alten Papierfabrik

Wer sich aus Richtung Greiz kommend ins wildromantische Göltzschtal begibt, kann gleich zu Beginn linksseitig der Göltzsch den imposanten Bau der einstigen Günterschen Papierfabrik erkennen. Hier stand einstmals ein kleines Hammerwerk, der sog. Blechhammer. Seit dem 1. Mai 1637 ist dieses Areal im Besitz von Valentin Tischendorf, welcher zu dieser Zeit die Papiermühle am Greizer Aubach betrieb und dort, wie bereits auch seine zahlreichen Vorgänger, unter ständigem Wassermangel litt, die Papiermühle hierher verlegte. Nach dem Verkauf des Unternehmens im Jahre 1808 an Herrn Christian Friedrich August Günter war das Unternehmen bis zum Ende des 2. Weltkrieges in Familienbesitz.

Sonntag, 8. August 2010

Rechts der Göltzsch befinden sich Gebäude mit wechselhafter Nutzung und seit Beginn der 1990er Jahre in einem beklagenswerten Zustand.
Hier entstand im Jahr 1876 die Göltzschtalbrauerei, später Brauerei Hempel, Göltzschtalbrauerei E.M.Jahr und Göltzschtalbrauerei AG genannt. Dieses Brauhaus fusionierte 1922 mit der Greizer Vereinsbrauerei und stellte 1925 die Geschäftstätigkeit ein. Etwa um diese Zeit wurden die Gebäude von der Günterschen Papierfabrik übernommen und der Überlieferung nach als Lagerräume genutzt.

Sonntag, 8. August 2010

Sonntag, 8. August 2010

Ab 1953 agierte hier die Ausbildungsstätte für Papiermacher und die dazugehörige Berufsschule. Die Zivilverteidigung hatte hier ihr Domizil und eine „eiserne Reserve“ an Kalk und Zement lagerte in den Kellern des Komplexes. Dies blieb so bis zur Wende 1989. Danach verfielen die ungenutzten und Jedermann zugänglichen Gebäude zusehens.

Erst im Sommer 2001 begann das zweite Leben der altehrwürdigen Gemäuer. Jugendliche aus Greiz und Umgebung suchten ein geeignetes Objekt für ihr künstlerischen Ambitionen und Probe- und Veranstaltungsgelände etwas abseits des pulsierenden Lebens der Kreisstadt.

Sonntag, 8. August 2010

Sonntag, 8. August 2010

Sonntag, 8. August 2010

Seither schaffen die Mitglieder des Kulturvereins „Alte Papierfabrik“ e.V. mit zahlreicher Unterstützung am und im Objekt. Sei es Entkernung, Abbruch oder Gebäudesanierung, zu jeder verfügbaren Minute wird emsig geschafft. Doch das eigentliche Ziel, das Ausleben der eigenen Hobbys, wird nicht aus den Augen gelassen. So veranstaltet der Verein am kommenden Wochenende, 18.08.-14.08., in Kooperation mit dem Sozialraumteam „Südost“ einen Bandcontest und einen Tag der offenen Tür. Um Klarschiff zu machen und mit geballter Kraft einige Großprojekte zu verwirklichen, hatte sich der Verein beim international agierenden Bauorden um die Vermittlung von Helfern für das Zaunbau-Projekt beworben. Seit einer Woche schaffen nun 13 Jugendliche aus ganz Europa auf dem Geländer der alten Papierfabrik.

Sonntag, 8. August 2010

Wegen des schlechten Wetters hat sich der Aushub der Löcher für die Zaunsäulen etwas verzögert, auch der schlechte Baugrund trieb so manche Sorgenfalte auf die Stirn, doch die Jugendlichen sind optimistisch das am kommenden Wochenende der gestrichene Zaun steht und von einem gelungenen Teamwork kündet.

Michael Hendel

Samstag, 17. Juli 2010
Schnürboden und Eiserner Vorhang

Es bedarf schon eines gewissen Vertrauens in die Konstruktion und die Haltbarkeit von Gitterrosten wenn man sich in fast 20 Metern Höhe aus dem sicheren Treppenhaus auf den Schnürboden über der Bühne der „Vogtlandhalle“ begibt. Mächtige Getriebemotoren für den Hub der Bühnendekoration zu beiden Seiten der Bühnenwände, Rollenpakete an den stählernen Unterzügen der Decke des Bühnenturms und die Hubeinrichtungen für das absenkbare Portal sowie das Feuerschott (Eiserner Vorhang) beeindrucken.

Samstag, 17. Juli 2010

Samstag, 17. Juli 2010

Mit Leichtigkeit bewegen sich die Mitarbeiter der Montagefirma Ahlers und Lambrecht über die Roste, lotrecht nach unten geschaut verbirgt einem die diffuse Beleuchtung den sicheren Stand auf den Rosten fast vollständig und man erkennt den tief unten liegenden Bühnenboden. Wahrnehmung und Realität.

Samstag, 17. Juli 2010

Samstag, 17. Juli 2010

Samstag, 17. Juli 2010

Dort unten liegt auch bereits das gewaltige Brandschott mit seinen 5,5 Tonnen Eigengewicht zum Einbau zwischen Zuschauerraum und Bühne bereit. In etwa zwei Wochen, bis dahin sollen alle Montagearbeiten an der Wand zum Saal weitestgehend abgeschlossen sein, hievt man das besser als „Eiserner Vorhang“ bekannte Schott mit Seilwinden in Position. An Ausgleichsgewichten hängend wird es im hoffentlich nie eintretenden Brandfall in sekundenschnelle Zuschauerraum und Bühne abtrennen. Im freien Fall wird es nur kurz über dem Bühnenboden nochmals für wenige Augenblicke innehalten um einen letzten Rettungsweg zu ermöglichen.

Michael Hendel


Donnerstag, 15. Juli 2010
Letzter Schliff in der Bel Étage

Nur noch wenige Tage haben die Handwerker in der „schönsten Etage“ des Oberen Schlosses zu schaffen. Derzeit montiert Dieter Schenderlein aus der Greizer Carolinenstraße die Öfen in den einzelnen Räumen der ehemaligen fürstlichen Residenz.

Donnerstag, 15. Juli 2010

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